Ein Herz für Streuner
Ein Herz für Streuner
Gebt Streunern ein Zuhause!

Streuner - was ist das?

 

Die Katze ist in Deutschland Haustier Nr. 1. Doch Millionen ihrer Artgenossen führen das harte Leben eines Streuners.

 

Tagsüber sind sie meist unsichtbar. Nachts streunen sie durch unsere Städte – immer auf der Suche nach etwas Essbarem. Auch wenn wir sie nicht sehen: streunende Katzen sind überall in unserer Nähe, und es werden immer mehr.

 

In Bochum und Umgebung gibt es zahlreiche Stellen, an denen streunende Katzen zuhause sind – wenn man es denn Zuhause nennen mag. Bevorzugt halten sie sich in Garten- oder Parkanlagen auf, auf Industriegeländen, auf Friedhöfen ...

 

Natürlich ist nicht jede Katze, die frei herum läuft, zwangsläufig ein Streuner. Also: Wie erkenne ich eine Streunerkatze?

 

Sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine Streunerkatze, . . .

 

. . . wenn sie schlecht genährt und kränklich aussieht und/oder offensichtlich von Parasiten befallen ist,

 

. . . wenn es sich um eine Mutter mit Jungen handelt, die regelmäßig eine bestimmte Futterstelle aufsuchen,

 

. . . wenn sie abgemagert aussieht und regelmäßig bei Ihnen um Futter bettelt,

 

. . . wenn sie so scheu ist, dass sie schon die Flucht ergreift, wenn sie Menschen nur von weitem sieht.

Was geht mich das an?

Entgegen der vorherrschenden landläufigen Meinung sind Streuner keine wilden Katzen und können sich nicht allein von Mäusen und anderen Kleintieren ernähren.

Vielmehr sind Streunerkatzen ausgesetzte Haus- und z.T. auch reine Wohnungskatzen, die durch das lange Leben draußen verwildern. Wurden sie vorher nicht kastriert, erzeugen sie in der Wildnis Nachwuchs. Auch dieser zählt dann immer noch zu den verwilderten Hauskatzen.

 

Städte, in der Streuner nunmal ausgesetzt werden und ihr Leben verbringen müssen, bieten Katzen nicht den idealen Lebensraum, in dem sie überhaupt genügend Beute machen könnten. Dafür sorgt schon der Mensch mit dem Einsatz von allen möglichen Mitteln gegen Mäuse, Ratten und anderes "Ungeziefer". Und dass unsere einheimischen, ohnehin schon im Schwinden begriffenen Singvögel durch Katzen zusätzlich dezimiert werden, ist auch nicht gerade wünschenswert.

 

Deshalb ist es wichtig, dass wir uns um Streuner kümmern und weningstens versuchen, ihre weitere Vermehrung zu verhindern.

 

Natürlich können wir auch einfach die Jagd auf streunende Katzen eröffnen. Aber warum sollten wir das tun? Solange immer noch gedanken- und offenbar grenzenlos Katzen gezüchtet und verkauft werden, während zahllose herren- und heimatlose Katzen quasi zur Mitnahme bereit auf der Straße sitzen, sollte das Ziel dieser Jagd vielleicht lieber ein anderes sein!?!

 

Denn: Es sind nicht nur einfache Hauskatzen, die draußen herum streunen. Auch Rassekatzen werden regelmäßig ausgesetzt und zeugen als Streuner oft sehr hübschen Nachwuchs!

 

Aber wer möchte schon Zeit, Geduld und Arbeit investieren, um das Zutrauen eines Streuners zu gewinnen, wenn er vom Züchter direkt eine Schmusekatze bekommt?

auch das sind Streuner:

Streuner melden

Was ist zu tun, wenn einem eine streunende Katze auffällt?

 

In Bochum gibt es mehrer Stellen, an die man sich hilfesuchend wenden kann. Handelt es sich um eine offensichtlich herrenlose Katze, die so zutraulich ist, dass man sie selbst einfangen kann, kann man sich ans örtliche Tierheim wenden. Dort wird man u.U. feststellen, ob das Tier vielleicht einen Besitzer und sich nur verlaufen hat.

 

Werden Sie vom Tierheim abgewiesen – nur keine Panik: es gibt noch andere Adressen, an die Sie sich wenden können.

 

Ist das Tier sehr scheu, sollte man ihm regelmäßig Futter und Wasser anbieten und sich an örtliche Tierschutzorganisationen wenden. Sie helfen beim Einfangen, lassen das Tier kastrieren (sofern nicht schon geschehen) und helfen ggf. bei der Vermittlung.