Ein Herz für Streuner
Ein Herz für Streuner
Gebt Streunern ein Zuhause!

"Meine" Schmusekatze vom Friedhof

Luna war eine der letzten Katzen, die ich am Friedhof Langendreer einfing. An der Futterstelle dort war sie mir immer um die Beine gestrichen und hatte sich gerne kraulen lassen. Ich ging davon aus, dass ich sie leicht vermitteln können würde.

 

Zunächst musste sie ein paar Tage in Quarantäne in meinem Gäste-WC verbringen. Abends ließ ich sie raus in den Flur, wo ich mit ihr spielte. In der fremden Umgebung war sie zwar etwas ängstlich. Sie ließ sich aber immer noch gerne streicheln und auch bürsten, war also richtig lieb und zutraulich.

 

 

Auch meiner Tochter gefiel Luna sehr gut, und sie wollte gerne versuchen, diese Katze mit dem alten Kater Momo zusammen zu bringen. Das klappte leider überhaupt nicht. Abgesehen davon, dass Luna sich in dem neuen Zuhause sehr scheu zurück zog, konnten sich die beiden Katzen absolut nicht für einander begeistern. Schon an der Futterstelle hatte sich Luna immer etwas abseits von den anderen Katzen aufgehalten. Vielleicht wäre sie als Einzeltier glücklicher. Und da es mit Momo und meinen eigenen Katzen ja auch schon nicht geklappt hatte, war Momo vielleicht ebenfalls in Einzelhaltung besser aufgehoben.

 

Zufällig ergab es sich, dass die Mutter der neuen Besitzerin von Robbie eine Katze suchte und Luna ein neues Zuhause geben wollte. Mir gefiel die Idee sehr gut. Denn Mutter und Tochter wohnten im selben Haus, und es gab die Möglichkeit, dass Robbie und Luna, die sich ja von früher kannten, gegenseitig besuchen konnten.

Luna konnte schon bald umziehen und bekam einen neuen Namen: Gertie.

 

Wider Erwarten brauchte Gertie sehr lange, um sich einzugewöhnen. Zunächst versteckte sie sich nur und ließ sich überhaupt nicht anfassen. Erst ganz langsam und allmählich traute sie sich mehr, bis sie sich endlich richtig zuhause fühlte und wieder die Schmusekatze war, die ich am Friedhof kennengelernt hatte.