Ein Herz für Streuner
Ein Herz für Streuner
Gebt Streunern ein Zuhause!

Übergangslos ins Neue Jahr

Noch am Silvesterabend bin ich ausgerückt, um eine verloren wirkende Katze im Grüngürtel an einer stark befahrenen Hauptstraße einzufangen. Gott sei Dank war sie gekennzeichnet, so dass ich bei Tasso e.V. die Besitzer ausfindig machen konnte. Es handelte sich um einen Kater, der seit Anfang Dezember vermisst wurde.


Für die Besitzerin hat das Jahr 2020 also glücklich begonnen, als sie ihren Kater am Neujahrsmorgen dann wieder in Empfang nehmen konnte.

 

Das Ende der Friedhofskolonie

Im Jahr 2012 hatte ich meine "Karriere" als Katzenfängerin auf dem Friedhof in Bochum-Langendreer begonnen. Damals lebten dort insgesamt 21 Katzen. Einige konnten vermittelt werden, drei sind verschwunden, und die älteren habe ich in den letzten Jahren nach und nach noch einmal einfangen müssen, um sie erlösen zu lassen.
Am schlimmsten hatte es die alte Mutterkatze Bella erwischt: mit weit über 16 Jahren, die sie als Streunerin dort auf dem Friedhof gelebt hatte, lief ihr blutvermischtes Wasser aus Augen und Nase. Sie war bereits blind und so gut wie taub, da sich ein Tumor im Kopfbereich ausgebreitet hatte.

Am 16.01. konnte ich Bella endlich noch einmal einfangen, um sie von ihrem Leid erlösen zu lassen.

 

Einen Tag später gelang es mir auch endlich nach mehreren missglückten Versuchen, Pauline zu fangen. An der Futterstelle war sie bereits seit Jahren so zutraulich geworden, dass sie sich gerne streicheln ließ, bevor sie die Nase in den Napf steckt. Nun hoffe ich, dass sich für die letzte ihr noch verbleibende Zeit noch ein schönes Zuhause für sie findet.

 

Allein zurück bleibt vorerst Katze Mitzie. Sie will weder von Artgenossen noch vom Menschen etwas wissen. Natürlich wird sie auch weiterhin mit Futter versorgt, und einen Unterschlupf findet sie in den angrenzenden Kleingärten. Die Friedhofskolonie von damals gibt es jedoch nicht mehr.