Ein Herz für Streuner
Ein Herz für Streuner
Gebt Streunern ein Zuhause!

Ein Fass ohne Boden

Bereits 2014 hatte ich mit dem Fangen im Industriegebiet in Bochum-Gerthe begonnen. Dreizehn Katzen konnte ich dort einfangen, kastrieren lassen und mehrer Kitten vermitteln. Später kamen noch zwei Kitten hinzu, und zwei erwachsene Katzen wurden ebenfalls noch eingefangen. Außerdem noch eine Mutter mit fünf Kitten, die sich in einer Müllverwertungsanlage eingenistet hatte.

Im folgenden Jahr konnten noch einmal acht erwachsene Katzen zum Kastrieren eingefangen werden. Zusätzlich gab es wohl auch wieder Nachwuchs. Einige Arbeiter nahmen die Kleinen aber mit nach Hause.

2016 fing ich noch einmal zwei jüngere erwachsene Tiere ein und ließ sie kastrieren. Im Herbst kamen noch eine erwachsene Katze und ein Kater hinzu. Sie lebten zusammen mit drei Kitten auf einem Autohof, wo sie so schlecht versorgt wurden, dass die Mutter der Kitten schon wieder abgewandert war, ohne dass ich sie hatte einfangen können. Dieses Muttertier durchwandert offensichtlich dieses komplette Gebiet, taucht hier und da wieder mit Nachwuchs auf, ohne dass man es an einer festen Stelle ausmachen könnte, um dort eine Falle aufzustellen.

Anfang März 2017 habe ich eine weitere Futterstelle entdeckt, wo es auch immer wieder Nachwuchs gibt. Hier konnte ich noch zwei erwachsene Tiere (vermutlich im Mai 2016 geboren) einfangen und zwei schwarze Katzenmädchen, die wahrscheinlich Ende letzten Jahres geboren wurden.

Da die beiden Kleineren nicht übermäßig wild sind, habe ich sie nach der Kastration nicht wieder ausgesetzt, sondern will versuchen, sie zu vermitteln.

Die erste dieser beiden Katzen war Lucy. Nach der OP musste sie ein paar Tage im Käfig ausharren, da ich ihr den Stress des Wiedereinfangens zwecks Umzugs ersparen wollte. Denn für Lucy hatte ich direkt Interessenten, die sich als Pflegestelle angeboten hatten. Sie wollten ausprobieren, ob Lucy sich mit ihrem Kater verstehen würde und sie ggf. behalten.

Lucy fand den Kater sehr interessant und folgte ihm auf Schritt und Tritt. Der wiederum fand Lucy ein wenig nervig. Ein paar Wochen sollten die beiden Zeit bekommen, sich an einander zu gewöhnen. Und irgendwann wurde das Gefauche seitens des Katers immer weniger, so dass für Lucy schließlich die Pflegestelle zu ihrem festen Zuhause wurde.