Ein Herz für Streuner
Ein Herz für Streuner
Gebt Streunern ein Zuhause!

Drei Brüderchen vom Autohof

Die drei Brüderchen wurden Mitte bis Ende Juli auf einem Autohof in einem Bochumer Industriegebiet geboren. Dort hatten sie bereits ihr "festes Zuhause". Da die Besitzer des Geländes jedoch der Meinung sind, dass Katzen zum Mäuse- und vor allem zum Rattenfangen da sind, wurden sie nur nach Lust und Laune mit Futter versorgt. Die Mutter der drei Brüder hatte ihre Kinder bereits verlassen und sich an eine andere Stelle zurück gezogen, wo regelmäßig gefüttert wird. Deshalb habe ich die Geschwisterchen von diesem Autohof weg und zu mir nach Hause geholt.

Bereits während der kurzen Autofahrt mussten sie sich übergeben (ob einer oder zwei weiß ich nicht), und im Erbrochenen (hauptsächlich Milch, die gefüttert worden war) schwammen unzählige Spulwürmer. Einen so starken Wurmbefall hatte ich bis dahin noch nicht erlebt. Deshalb war ich froh, die Bande mitgenommen zu haben. Denn vor Ort hätten sie nicht lange überlebt.

Dass die drei ständig Hunger gelitten haben müssen, merkte man daran, dass man in ihrem Beisein nicht die Näpfe füllen konnte. Die Näpfe wurden einem dann schon aus der Hand gerissen, und das Futter wurde so gierig verschlungen, als gäbe es kein Morgen. Anschließend wurde alles blitzblank geleckt, kein Krümelchen blieb übrig.

Da die Brüderchen Menschen bereits kannten, waren sie nicht so ängstlich wie andere Streuner, die schon bei mir gewesen waren. Bereits am ersten Tag kletterten sie auf mir herum, um mir das Spielzeug zu entreißen, und alles, was ich tat, wurde sehr fein beobachtet. Beim Säubern der Toilette saßen sie gern auf der Kommode vor bzw. hinter mir und beugten sich z.T. so weit über den Rand, dass sie mit der Nase schon auf meinen Kopf stießen.

Moppel fand schnell ein neues Zuhause bei einer älteren Katze, mit der er sich auch ganz schnell angefreundet hat.

Maiky hatte auch bereits ein Zuhause gefunden. Nach der Nachimpfung sollte er zu einer gleichaltrigen Katze ziehen. Doch zur Nachimpfung kam es nicht mehr. Er wurde so krank, dass er schließlich eingeschläfert werden musste.

Bruder Milow ist nun vorerst allein zurück geblieben. Wir suchen weiter nach einem passenden Zuhause für ihn.