Ein Herz für Streuner
Ein Herz für Streuner
Gebt Streunern ein Zuhause!

Ein ruhiger Jahresbeginn

Im Winter 2014/2015 gab es eigentlich keine Fangpause. Durch die milden Temperaturen konnten wir noch bis weit in den Dezember 2014 hinein fangen und kastrieren, und im Februar 2015 ging es dann auch bereits weiter.

Im Gegensatz dazu beginnt das Jahr 2016 sehr ruhig. An den großen Fangstellen des Vorjahres ist bis jetzt, Anfang März, noch kein Nachwuch aufgetaucht, und neue Fangstellen wurden noch nicht gemeldet.

Nur in Sachen Privataufnahme gibt es viel zu tun. Immer wieder besorgen sich Katzenliebhaber Katzen über das Internet, die sich dann nicht mit den eigenen Katzen vertragen oder sonstige Probleme mit sich bringen. Die örtlichen kleinen Tierschutzvereine werden dann um Hilfe gebeten und sollen die Problemtiere übernehmen. Ins Tierheim möchte man sie nicht bringen, weil dort eine Abgabegebühr genommen wird.

Leider ist es nunmal so, dass Tierschutz kein einträgliches Geschäft ist, sondern wer Tierschutz betreibt, zahlt immer noch drauf. Das sollte sich jeder Mensch bewusst machen, der sich eine Katze anschaffen oder sie loswerden möchte.

Auch für die Behandlung von Tieren aus dem Tierschutz nehmen die Tierärzte Geld. Futter und Katzenstreu muss ebenfalls bezahlt werden. Denn die Spenden decken längst nicht alle Ausgaben.

 

Auch im Tierschutz gibt es nichts geschenkt!

Februar

Viel gab es Anfang des Jahres zwar nicht zu tun. Aber ganz untätig war ich auch wieder nicht.

Auf den folgenden Bildern sieht man eine ganze Familie: eine ältere Mutter mit ihrer großen Tochter und den beiden jüngsten Kindern. Alle vier konnten eingefangen werden. Mutter und Tochter wurden kastriert und wieder ausgesetzt. Zusätzlich zur Futterhütte wurde an der Fangstelle auch ein Schlafhäuschen aufgestellt, so dass Mutter und Tochter dort nun bestens versorgt sind.

Die beiden Brüderchen konnten gut vermittelt werden.

Sommer

Erst ab Anfang Juni gab es richtig viel zu tun. In einer Kleingartenanlage mussten ein Kater und eine Katze eingefangen und kastriert werden. An einer anderen Stelle hatte sich eine junge Mutter ein Nest unter einer erhöhten Terrasse gebaut. Die Mutter wurde kastriert und wieder ausgesetzt, während die beiden Kinder in ein ganz tolles Zuhause mit Artgenossen und viel Platz zum Spielen und Toben vermittelt werden konnten.

Drei kranke Streuner wurden eingefangen und mussten dann leider erlöst werden.

 

Immer wieder bekomme ich Meldungen, dass eine handzahme Katze zugelaufen ist, die abgeholt und ins Tierheim oder in eine Pflegestelle gebracht werden soll. Oft handelt es sich um tragende Katzen.

Mitten in der Bochumer Innenstadt z.B. hat sich eine Mutterkatze im Garten eines Mehrfamilienhauses eingenistet und ihre Jungen in der Garage zur Welt gebracht. Fünf sind es: ein Katerchen und vier Katzen. Die Mutter ist so lieb und schmusig, dass sie sich problemlos auf den Arm nehmen und in eine Transportbox packen lässt. Leider finden wir für sie keine Pflegestelle, so dass uns nichts anderes übrib blieb, als sie kastrieren zu lassen und wieder auszusetzen. Drei der Kinder sind inzwischen in einer Pflestelle untergebracht. Die letzten beiden sind verschwunden. Ob sie von Anwohnern mitgenommen wurden oder selbständig auf Entdeckungstour gegangen sind, ist nicht gewiss.