Ein Herz für Streuner
Ein Herz für Streuner
Gebt Streunern ein Zuhause!

Katze, Teddy oder kleiner Werwolf???

 

Ende des Jahres 2014 fing ich an einer Stelle in Hattingen ein langhaariges Etwas ein, was auf den ersten Blick eher einem kleinen Wolf als einer Katze glich. Da langhaarige Katzen als Streuner auf Dauer draußen nicht überleben können, weil ihr Fell irgendwann so verfilzt, dass sie sich nicht mehr bewegen können, war für mich von vornherein klar, dass ich das flusige Knäuel nach der Kastration nicht wieder aussetzen würde.

Zu dem Zeitpunkt lebten bereits Pünktchen, Fluse und Caruso in meinem Gästezimmer. Vom Alter her passte das kleine Knäuel sehr gut dazu. Und da alle vier die Gesellschaft von Artgenossen gewohnt waren, ging ich davon aus, dass es keine großen Probleme geben würde, wenn ich den Neuzugang zu ihnen setzte. Und so durfte die kleine Rosie Bekanntschaft mit meinen drei anderen Pfleglingen machen.

Tatsächlich gelang die Vergesellschaftung recht unkompliziert. Ich stellte die Transportbox mit Rosie drin auf den Schreibtisch. Von dort aus hatte sie eine gute Übersicht über das ganze Zimmer und eine schöne Aussicht aus dem Fenster. Es hielt sie jedoch gar nicht lange in der Box. Bei meinem nächsten Besuch im Gästezimmer suchte sie bereits Schutz hinter Caruso. Ein anderes Mal versteckte sie sich hinter Fluse. Nur Pünktchen war immer sehr unfreundlich zu Rosie. Ständig fauchte er sie an und schlug auch gelegentlich mit der Pfote nach ihr - bis Rosie irgendwann zurückschlug. Von dem Tag an gab es überhaupt keine Reibereien mehr.

Rosie war zwar recht ängstlich. Aber sie war nicht wirklich scheu. Ich konnte ihr den Futterteller direkt unter die Nase schieben, und sie begann auch direkt zu fressen, auch wenn ich meine Hand noch nicht zurück gezogen hatte. Deshalb konnte ich sie schon sehr bald vermitteln.

Sie hat ein Zuhause bei zwei etwas älteren Artgenossen und einem kleinen Hund gefunden.