Ein Herz für Streuner
Ein Herz für Streuner
Gebt Streunern ein Zuhause!

Zwei mutterlose Babies

Miou-Miou und Dédé kamen als Winzlinge zu mir, weil sie offensichtlich mutterlos in einem Garten gefunden wurden. Zwei Tage lagen sie dort, ohne dass eine Mutterkatze nach ihnen gesucht hätte.

Als ich sie dort abholte, waren sie völlig ausgenungert und verfloht. Dabei waren sie noch nicht einmal alt genug, um selbstständig zu fressen - geschätzt vier Wochen alt. Deshalb bekamen sie in den ersten Tagen bei mir zunächst noch Aufzuchtmilch, bevor sie anfingen, Futter vom Teller zu schlecken.

 

Da mein Gästezimmer noch von Pünktchen, Fluse und Caruso bewohnt war, mussten die beiden Kleinen zunächst im Badezimmer wohnen, wo sie jedoch nur Unsinn im Sinn hatten. Später durften sie bei meinem Sohn im Zimmer wohnen, bis er völlig entnervt war, weil die Geschwisterchen zusammen wirklich nur Blödsinn machten und viel Aufmerksamkeit forderten. Gott sei Dank dauerte es nicht lange, bis sich ein schönes Zuhause fand, wo Miou-Miou und Dédé gemeinsam einziehen konnten.

Dann jedoch kam ein Unglück nach dem nächsten.

 

Beim Toben rissen die beiden Wildfänge wohl den Kratzbaum im neuen Zuhause um. Er fiel auf den kleinen Kater, und mit gebrochener Hüfte wurde er in die Tierklinik gebracht. Da er für eine Operation noch zu jung war und gute Heilungschancen bestanden, konnte Dédé nach zwei Tagen wieder entlassen werden. Vermutlich hatte er sich aber in der Klinik mit einer Krankheit angesteckt. Denn zuhause fraß er von Tag zu Tag schlechter, bis er das Futter ganz verweigerte. Dann kam leichter Durchfall und Erbrechen hinzu, und nach ein paar Tagen starb er an Kreislaufversagen, ohne dass der Tierarzt noch hätte helfen können.

 

Alle waren sehr traurig: die neue Besitzerin, mein Mann, ich .... und natürlich litt Dédés Schwester sehr am Verlust ihres Brüderchens. Aber wenigstens für sie wurde alles gut. Nach einigen langweiligen Wochen ohne Spielgefährten fand sich doch noch eine passende Freundin für das kleine Tigerchen: eine kleine Glückskatze in ungefähr demselben Alter, die von ihren eigenen Geschwisterchen nicht richtig akzeptiert worden war. In Miou-Miou - die inzwischen Luna heißt - fand sie eine liebevolle Freundin. Und das allerbeste: aus Angst, die beiden ebenfalls durch eine schlimme Krankheit zu verlieren, ließ die neue Besitzerin einen Bluttest machen, der absolut negativ war. Die beiden Mädels sind kerngesund!