Ein Herz für Streuner
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Gebt Streunern ein Zuhause!

Drei herrenlose Rassekatzen???

Aus Riemke erhielt die Tierhilfe einen Notruf wegen drei streunender Katzenwelpen mit auffällig hellem Fell. Es hätte sich um Rassekatzen handeln können. Niemand in der ganzen Nachbarschaft konnte sagen, woher die Tiere stammten. Sicher war nur, dass die Mutter eine ganz normale schwarz-weiße Hauskatze war, die niemandem gehörte. Dem Aussehen der Kätzchen nach musste der Vater ein Heiliger Birma sein. Tatsächlich gab es in der Wohngegend zwei Heilige Birma-Kater. Beide waren aber angeblich kastriert.

 

kurz nach der Ankunft

Als Unterschlupf der kleinen Familie wurde eine Garage ausfindig gemacht. Davor wurde eine Zugfalle aufgestellt und ein Auto geparkt, von dem aus die Falle aktiviert werden konnte. Es dauerte zwar eine ganze Weile. Aber tatsächlich gelang es an einem einzigen Abend, alle drei Schwestern nacheinander einzufangen. Beim Tierarzt wurden sie untersucht, entfloht und für gesund befunden. Also durften sie nach kurzer Quarantänezeit (diesmal aus Platzgründen im Badezimmer) Sina und Finja im Gästezimmer Gesellschaft leisten.

 

am ersten Tag im Gästezimmer

 

Sina und Finja waren mit der Menge der Neuankömmlinge etwas überfordert und reagierten entsprechend unfreundlich. Die drei Birmchen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken, zogen sich zurück, bevor sie eine Ohrfeige bekamen, und suchten immer wieder neugierig den Kontakt zu den beiden älteren Katzen. Nach ein paar Tagen spielten und tobten sie aber bereits gemeinsam.

Die drei kleinen Teddys waren überaus neugierig und trauten sich schon sehr bald ganz dicht an mich heran. Nach etwa drei Wochen ließen Luna und Irmchen sich bereits anfassen und gelegentlich kraulen. Natürlich fanden sich viele Interessenten für die drei. Und obwohl sie noch nicht ganz zutraulich waren, konnte ich sie nach relativ kurzem Aufenthalt bei mir vermitteln.

Natürlich wäre es schön gewesen, wenn alle drei zusammen geblieben wären. Da sie aber von Natur aus ausgesprochen kontaktfreudig sind, konnte ich davon ausgehen, dass sie sich auch jeweils allein in einem neuen Zuhause einleben würden, wenn sie dort Gesellschaft von einer anderen Katze bekämen.

Als erste verließ Irmchen die kleine Gesellschaft. Sie zog ins Sauerland zu einem Kater und einer Katze, wo sie sich auch wirklich schnell einlebte.

 

Auch Sternchen kam zu zwei weiteren Katzen, mit denen sie sich schnell anfreundete.

 

Luna musste noch ein paar Tage bis zum Wochenende warten, bis sie ebenfalls die Pflegestelle verließ und gegen ein neues Heim in Dortmund tauschte. Dort fand auch sie eine neue Gefährtin.

Luna im neuen Zuhause

(Foto: S. Görich)

 

Noch mehr Fotos von der ganzen Bande gibt es hier.